TOP 100 “Lisa & Sophie”

Januar 20th, 2010

Dank allen, die in den letzten Tagen die Episoden der “Geschichte von Lisa und Sophie” gehört haben. Der Podcast hat es diese Woche in die TOP 100 deutschsprachiger Podcasts geschafft!

vergebens geklagt

Januar 18th, 2010

da wird man wieder einmal der eigenen verklärung überführt: seit 1964 gab es angeblich, wie zeitungen heute melden, keinen längeren zeitraum, in denen die Sonne über potsdam es nicht geschafft hatte, durch die wolken zu brechen …

in den vergangenen 11 tagen lebten wir also ohne einen strahl grellen lichtes, ohne ein fleckchen blauen himmel über uns … ganze elf tage halten wir dies gerade einmal aus - und damit doch länger, als je in den vergangenen 46 jahren. dabei hätten wir  schwören können, solche art lichtlose tristesse hat unser ganzes leben begleitet und wäre hier, mitten in europa, doch tag und täglich das normalste. und doch: nichts von alledem ist wahr. keine sonnenlosen winter, keine wolkenverhangenen sommermonate, statt dessen: in unserem leben war - jedenfalls wenn wir nicht älter als 46 sind - immer mehr sonne, als wir beklagt haben. oder gerne beklagt hätten …

jedenfalls sofern wir nicht älter als 46 sind …

sonne_winter.jpg

Park Sanssouci, Potsdam (Foto: Dietmar Haiduk)

Audio-Podcast: Die Geschichte von Lisa und Sophie (letzte Episode)

Januar 18th, 2010

“Ich verstand nicht, wie sie, die für ihr Leben verletzt war durch ihre Blindheit, sich selbst und ihren Körper verletzen wollte - nur, um sich ein Abbild, ein Tattoo, einzubrennen. Das wäre es ja eben, sagte Sophie: Sich die Welt einbrennen. Spüren, was du nicht sehen kannst …”

Noch einmal wird die Freundschaft der beiden 16jährigen Lisa und Sophie beschworen, bevor sie an der Liebe einer der beiden Mädchen zu einem Jungen zerbricht. Eine Erzählung von Dietmar Haiduk, erschienen in: “Mein Sommer mit Marleen” - mehr auf www.dietmarhaiduk.de und www.marleen.probelesen.info

REINHÖREN: letzte Episode

Audio-Podcast: Die Geschichte von Lisa und Sophie (Episode 8)

Januar 18th, 2010

“Der Vater war außer sich. Er zerrte, prügelte und schleppte Sophie zurück auf ihr Zimmer. Aber er unterschätzte die Kraft der älter gewordenen Tochter …”

Noch einmal wird die Freundschaft der beiden 16jährigen Lisa und Sophie beschworen, bevor sie an der Liebe einer der beiden Mädchen zu einem Jungen zerbricht. Eine Erzählung von Dietmar Haiduk, erschienen in: “Mein Sommer mit Marleen” - mehr auf www.dietmarhaiduk.de und www.marleen.probelesen.info

REINHÖREN: Episode 8

Audio-Podcast: Die Geschichte von Lisa und Sophie (Episode 7)

Januar 16th, 2010

“Sophie hörte die Sirenen. Und doch war diesmal ich es, die - früher als sie - die Gefahr erkannte, denn ich sah lange vorher die Frauen und Männer, die sich schweigend hinter den Fenstern gegenüber um die beste Aussicht drängelten…”

Noch einmal wird die Freundschaft der beiden 16jährigen Lisa und Sophie beschwört, bevor sie an der Liebe einer der beiden Mädchen zu einem Jungen zerbricht. Eine Erzählung von Dietmar Haiduk als Audio-Podcast. Infos auch auf www.dietmarhaiduk.de und www.marleen. probelesen.info

REINHÖREN: Episode 7

 

Audio-Podcast: Die Geschichte von Lisa und Sophie (Episode 6)

Januar 15th, 2010

“Der Sturm wurde zum Orkan. Wir drückten uns tiefer unter die Zeltplane. Der Teil eines Sendemastes schlug um und blockierte die Tür. Wir saßen fest …”

Noch einmal wird die Freundschaft der beiden 16jährigen Lisa und Sophie beschwört, bevor sie an der Liebe einer der beiden Mädchen zu einem Jungen zerbricht. Eine Erzählung von Dietmar Haiduk als Audio-Podcast. Infos auch auf www.dietmarhaiduk.de und www.marleen. probelesen.info

REINHÖREN: Episode 6

Audio-Podcast: Die Geschichte von Lisa und Sophie (Episode 5)

Januar 14th, 2010

“Am Haus gegenüber wippte ein junger Kerl auf einer Arbeitsbühne. Er trug lange Haare, Ohrringe und Tattoos auf den Armen …”Noch einmal wird die Freundschaft der beiden 16jährigen Lisa und Sophie beschwört, bevor sie an der Liebe einer der beiden Mädchen zu einem Jungen zerbricht. Eine Erzählung von Dietmar Haiduk als Audio-Podcast. Infos auch auf www.dietmarhaiduk.de und www.marleen. probelesen.info

EPISODE 5

Audio-Podcast: Die Geschichte von Lisa und Sophie (Episode 4)

Januar 13th, 2010

“Sophie robbte und sprang auf. Sie maß das Dach mit ihren Schritten. Sie zählte laut, dann blieb sie stehen. Sie sagte: Jetzt wisse sie, wo der Abgrund beginnt…”

Noch einmal wird die Freundschaft der beiden 16jährigen Lisa und Sophie beschwört, bevor sie an der Liebe einer der beiden Mädchen zu einem Jungen zerbricht. Eine Erzählung von Dietmar Haiduk als Audio-Podcast.

EPISODE 4

Wer nicht lesen will, muss hören …

Januar 12th, 2010

Die ersten drei Episoden der “Geschichte von Lisa und Sophie” sind im Audioblog “Wer nicht lesen will, muss hören …” online gestellt. Bis in die kommende Woche hinein kann - wer will - die Geschichte verfolgen. Mehr Infos gibt es auch auf www.marleen.probelesen.info

Noch eine Anmerkung zu “blog.dietmarhaiduk.de” … Nach einer langen Zeit, in der nur selten an dieser Stelle geschrieben wurde, gibt es nun sicher wieder öfter Gelegenheit, hier Texte zu veröffentlichen. Autoren sind mitunter ja auch im Widerspruch befangen, für mehr als nur sich selbst zu schreiben und dabei gleichzeitig die eigene Unverletzbarkeit zu wahren …

Audio-Podcast: Die Geschichte von Lisa und Sophie (Episode 3)

Januar 12th, 2010

“Ich bekam Angst vor ihrem Wahn, Leben aufzusaugen und sich mit ihren Ohren die halbe Welt, die ihr als Blinde noch geblieben war, einzuverleiben …”

Noch einmal wird die Freundschaft der beiden 16jährigen Lisa und Sophie beschwört, bevor sie an der Liebe einer der beiden Mädchen zu einem Jungen zerbricht. Eine Erzählung von Dietmar Haiduk als Audio-Podcast.

EPISODE 3

Audio-Podcast: Die Geschichte von Lisa und Sophie (Episode 2)

Januar 11th, 2010

“Ich sah einen verräterisch tiefroten Fleck auf ihrem weißen T-Shirt …”

Noch einmal wird die Freundschaft der beiden 16jährigen Lisa und Sophie beschwört, bevor sie an der Liebe einer der beiden Mädchen zu einem Jungen zerbricht. Eine Erzählung von Dietmar Haiduk als Audio-Podcast.

EPISODE 2

Audio-Podcast: Die Geschichte von Lisa und Sophie (Episode 1)

Januar 10th, 2010

“Ich habe ihn geliebt. Er hat mich geliebt. Er hieß Marc …”

Noch einmal wird die Freundschaft der beiden 16jährigen Lisa und Sophie beschwört, bevor sie an der Liebe einer der beiden Mädchen zu einem Jungen zerbricht. Eine Erzählung von Dietmar Haiduk als Audio-Podcast.

EPISODE 1

Auge um Auge

Mai 3rd, 2009

Bis Tränen füllen unser Boot,
ist, was wir sind, gespreizt,
und können so dem Tosen trotzen.

mehr

Die lautlosen Erdbeben

April 6th, 2009

Mit lautem Getöse geschehen, aber fast sang- und klanglos verhallt: Da bebt nur Stunden zuvor die Erde in Mittelitalien, es gibt Tote und Verletzte, aber das ganze Ereignis findet schon kurz darauf nur noch wenig Raum in der öffentlichen Wahrnehmung. Es ist interessant - schlaflos und deswegen schon früh am Morgen den Laptop vor sich - mitzuerleben, wie innerhalb von Minuten der Begriff “earthquake” in den Stichwortwolken solcher Micro-Blogging-Systeme wie Twitter an Relevanz gewinnt. Dutzende Nachrichten jagen von einem Freund zum anderen, Tagesschau und andere Redaktionen steigen bereits früh auf die Meldung ein, andere Nachrichtenredaktionen warten offensichtlich, bis die Bürozeit beginnt. Dann, gegen 7 Uhr, schwappt noch einmal eine Welle an Informationen aus den Web- und Blog-Redaktionen durchs Land, bevor - keine 3 Stunden nach dem Ereignis - die Informationen spärlicher werden und das Wort “earthquake” aus den Stichwortwolken fast völlig verschwindet. Der Alltag hat uns wieder: Wirtschafts-, Finanz- und andere ewige Krisen. Die Toten unter den eingestürzten Häusern im Erdbebengebiet in den Abruzzen sind wahrscheinlich noch nicht einmal geborgen.

www.dietmarhaiduk.de

Lesung in der Brotfabrik

Januar 8th, 2009

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Lesung am 5. Januar in der Brotfabrik in Berlin, Caligariplatz - mit Dietmar Haiduk, Marco W. Linke und Barbara Schilling. (Foto: Vison & Wahn)

man geht

Januar 7th, 2009

 

so war es schon
als alles grad begann
vorbei

wir hatten nichts geahnt
im rausch verkommen
blind

und hätten beide
niemals mehr
erhofft

noch kaum dass einsamkeit
allein gebiert ein
paar

denn zweifel trieb
was niemals war noch sollte
sein

in leichentuch gehüllt und
stunden quälend durch die
nacht

als nebelsonne wärmte
ging die zeit der morgen
kam

und mit ihm nichts
als bleiern toten
stille

Lesung in Berlin

Januar 4th, 2009

wann: 5. Januar 2009, 20 Uhr
wer: Marco W. Linke, Dietmar Haiduk, Barbara Schilling
wo: Kunst- und Kulturzentrum Brotfabrik
Caligariplatz, 13086 Berlin
Eintritt: 8 Euro/6 Euro (ermäßigt)

“Vision und Wahn” ist eine von periplaneta Verlag Berlin organisierte Lesereihe, die mittlerweile in ihr drittes Jahr geht. Im Januar 2009 zieht die Veranstaltung in die Brotfabrik um, wo jeweils am ersten Montag des Monats Verlags- und Gastautoren sowie wechselnde Musiker die Bühne betreten werden. Die Moderation der Lesung übernehmen hierbei Thomas Manegold und Sascha Blach, beide selbst Autoren und langjährig im Journalismus tätig.

“Vision & Wahn” ist Textwerk, inszeniert, untermalt, entfremdet und kombiniert mit dem, was uns die moderne Medienwelt zu bieten hat bzw. auferlegt. Ob lyrischer Aufschrei oder rhythmische Prosa, egal, es werden Botschaften transportiert - als eine Art Brief, als Hörbuch, als Dancetrack - aber natürlich auch als “normale” Lesung. Es gibt Lesenswertes, Hörenswertes und Sehenswertes. Lyrische Beiträge werden vertont, Texte visualisert, was sowohl als statisches Bild, als Ausstellung oder als Video geschehen kann. Hier sind keine Grenzen gesetzt.

Zum Auftakt am 5. Januar in der Brotfabrik lesen Marco Wilhelm Linke, Dietmar Haiduk und Barbara Schilling aus ihren Büchern. Georg von Weihersberg wird den Abend am Klavier begleiten. Der erfahrene Pianist ist seit zwei Jahren “fester Bestandteil” der Lesung und hat nicht nur mehrere Hörbücher mit seiner Musik bereichert, sondern spielt auch seit längerem für K&K VolkArt, einem interdisziplinären Theaterprojekt in Neukölln.

www.angenehme-vorstellung.de
www.dietmarhaiduk.de
www.periplaneta.com
www.visionundwahn.de 

Virtuelle Verarschung: 4. Dimension.

Dezember 23rd, 2008

Was für ein Leben, was für eine Zeit. Wir gewöhnen uns daran, virtuell zu sein. Wir suchen nach Nähe in einer Dimension, die es nicht wirklich gibt. Jene VIERTE scheint eine Dimension der Voraus-Ahnung, des Voraus-Lebens zu sein. Wir antizipieren Hoffnungen, wir füllen jenen engen Raum um uns herum mit Projektionen über das, was wir wünschen - allein schon froh über ein simples Flirren der Luft, das diese bewirken könnten: Endlich bewegt sich etwas in uns, mit uns, um uns herum. Fasziniert sind wir allein von einer schemenhaften Ahnung dessen, was noch sein könnte: Leben leben zu können, wie nie gelebt.

Manchmal treffen wir auf jenem Feldzug über - ja, sicher - unsichtbare, in jedem Fall aber unzählbar virtuelle Linien auf Menschen, die uns innehalten lassen. Konsterniert verharren wir, weil es sie wirklich zu geben scheint: Menschen aus Fleisch und Blut und also mit Sinn hinter hastig dahin geschriebenen Worten, mit Mut, Trauer, Schmerz. Vielleicht mit zerbrechlichen Beziehungen und nie für möglich gehaltenen Sehnsüchten, mit einem Hang zu eigentlich als vergänglich erachteten Beweisen von Liebe: verliebt - verlobt - verheiratet. Aber in jedem Fall staunen wir: Was für ein Wesen ist jener virtuelle Freund - neu, fremd, ungeahnt und Hunderte Kilometer entfernt lebend? Mit fast nieder drückender Präsenz und mit bisher nicht für möglich gehaltenen - am eigenen Ego kratzenden - Worten …

Konsterniert zwar, merken wir aber sehr schnell:  Wir brauchen genau dies. Denn wir suchen nicht nur nach dem, was uns bestätigt, wir suchen immer auch nach dem, was uns in Frage stellt: nach jenem, das einfach nur bezweifelt, was uns selbst seit jeher als unzweifelhaft erschien. Wir brauchen nicht wirklich die millionenfache Konturenlosigkeit eines Netzes. Wir brauchen Wahrhaftigkeit.

Also sind wir froh, denn wir haben gefunden, was uns in unserem dreidimensionalen Leben bisher unmöglich schien. Wir haben einen Freund gefunden, der einen braucht, der da ist, wenn man ihn braucht. Der sich meldet auf einen Klick hin. Vor allem: einen Freund, der kritisiert, ohne zu zögern. Das einzig Verwerfliche bleibt: Anonym kommt diese Kritik, schriftlich zwar, auch bildhaft. Nie aber wirklich. Nie hörbar. Nie im Moment der Wahrnehmung widersprechbar. Nie einen wirklichen Diskurs ermöglichend, immer nur Rechtfertigung ermöglichend. Nie mehr, als  nachgereichte Erklärungen ermöglichend: Nein, so war es nie gemeint! Nein, so habe ich es nicht gewollt! Nein, so sollte es nie verstanden werden! -  Rechtfertigungen also, die einen selbst immer nur in den Erklärungsnotstand zwingen. Spätestens jetzt bleibt die erhoffte Wirklichkeit scheinbar, virtuell und will als solche begriffen werden.

Dies endlich annehmend, fügen wir uns irgendwann: Es gibt keinen Weg. Die 4. Dimension bleibt jenseits aller dritten.

Was wir erleiden, erleiden allein wir. Hier und jetzt. Dessen Stimme wir nicht hören, dessen Körper wir nicht riechen, dessen Flackern der Augen wir nicht sehen, dessen erhabenes “in-sich-selbst-seien” wir nicht spüren, ist nicht wahrhaftig.

Wir anerkennen, dass es Grenzen gibt. Wir sind austauschbar, wegklickbar. Wir sind nichts als 4. Dimension. Aber wir hoffen, wir träumen und wir sehnen uns weiter nach jenem - einen - Freund. Unsere ewige Voraus-Ahnung: Wir könnten Freunde werden. Mit uns und der Welt.

Lesung in Berlin

Dezember 15th, 2008

Am 5. Januar lesen Barbara Schilling, Marco W. Linke und Dietmar Haiduk in der Brotfabrik in Berlin. Mehr demnächst hier.

Lesung: 6. Dezember 2008 im Holländerviertel, Potsdam

Oktober 31st, 2008

Wann: 20.00 Uhr
Wo: Nachlesen. Das Literaturcafé im Holländerviertel.
Hebbelstraße 53, 14467 Potsdam / Eintritt: 5,00 € (erm. 3,00 €)

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U.a. liest Dietmar Haiduk aus dem Erzählband “Mein Sommer mit Marleen” - und dem Webtagebuch „Blogistiv 1.0“ .

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