Der Absturz … X+8

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Er scheint unvermeidbar: jener amerikanische Satellit, den es unweigerlich zurück zu uns auf die Erde zieht, außer Kontrolle geraten und uns selbst demütigend in der Ohnmächtigkeit, die Geister, die wir (die sie, um genau zu sein …) beschworen, nicht mehr los zu werden. Was wird passieren, wenn in ein paar Tagen 2.500 kg verseuchtes Metall irgendwo auf dieser Erde aufschlagen, weil letzte Rettungsversuche, den trudelnden Satelliten mit einer Rakete von Bord eines Kriegsschiffes aus abzuschießen, fehlschlagen würden?

Ich lese vor ein paar Minuten, jener unheilvolle Koloss überquert täglich die Schweiz. Wer aber kann das noch wissen, wo doch alles außer Kontrolle geraten ist? Und wer kann mit Bestimmheit ausschließen, dass er nicht auch den einen oder anderen Schlenker Richtung Berlin trudelt? Wen wird es treffen? In wessen Vorgarten werden, wenn es passiert sein wird, vollschutzummantelte Gestalten mit der Dekontaminierung beginnen, weil die größte Gefahr von hochgiftigem Treibstoff ausgeht?

Und wie lebt es sich die verbleibenden Tage mit der Ahnung, zum falschen Zeitpunkt am falschen Ort gewesen sein zu können, wenn das Monster irgendwann zu Boden gekracht sein wird. Was wird in den verbleibenden Tagen wichtig? X+8, acht Tage sollen noch bleiben, um die Gefahr zu bannen. Acht Tage, um Klarheit zu schaffen - die da draußen und ich hier bei mir … Koyannisquatsi.

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