Archive for the ‘Tagebuch’ Category

Wirklichkeit

Montag, Juni 4th, 2007

Es ist geschafft und aus den Ideen zu Mein Sommer mit Marleen ist tatsächlich ein fühlbares, lesbares Buch geworden. Noch wird es einige Zeit brauchen, bis es richtig beworben wird. Erst im September, zusammen mit Abriss Leben und Zimmer der Tränen, schließlich ist alles mit einem enormen organisatorischen und finanziellen Aufwand verbunden, so dass es besser ist, alles zu bündeln. mehr

Punker Leben - Abriss Leben

Mittwoch, Mai 30th, 2007

Autor: Dietmar Haiduk  

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Die Arbeit am Roman Abriss Leben nähert sich dem Ende …

Manchmal haben Menschen mein Leben berührt, die viele andere nur vom Wegsehen kennen: Schnorrer, Punks. Unter ihnen D., Schmuddelpunk und hoch intelligent. Ein wildes Kind, inmitten einer Großstadt, das in einem Abrisshaus lebte, fünfzehn Bier am Tag soff und wohl alle Drogen nahm, die es gibt und das, als ich es kennenlernte, das Reden verlernt hatte. Dem man sekundenlang gegenübersitzen und sehen konnte, wie seine Lippen versuchten, Worte zu finden. Das am Ende doch mit einer Handbewegung den Tisch vor sich leer fegte, um mit der Stirn auf die Holzplatte zu schlagen, weil es das, was es sagen wollte, nicht mehr anders aus seinem Kopf herausbekam.  >mehr

Druckfreigabe

Montag, Mai 21st, 2007

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Endlich ist es soweit: der Erzählband Mein Sommer mit Marleen ist vom Verlag zum Druck freigegeben. Die Spannung steigt, wie es gelingen wird, das Buch in die Öffentlichkeit zu bringen. Auch, wenn Marleen vor allem den Weg für die im September geplanten Veröffentlichungen ebnen soll. Mehr zum Inhalt des Buches findet man ab jetzt auch unter www.marleen.probelesen.info

Sich hechelnd durchs Leben bloggen?

Dienstag, Mai 15th, 2007

Im Idealfall kann Bloggen das Fortschreiben eines Gedankens sein - über Tage, vielleicht Wochen hinweg, nur dadurch erschwert, dass einem jede Stunde Hunderte neue Gedanken durch den Kopf gehen, sich auflösen, festhaken, im besten Fall einen nicht mehr zur Ruhe kommen lassen. Ein Vorgang, der einen täglich vor die Entscheidung stellt: was ist wichtig genug, um es als Quintessenz (hurra, wieder so ein altes Wort verwendet, das auszusterben droht!) für Andere, draußen in der Welt, in wenige Zeilen zu pressen. Immer die Gefahr fürchtend, dass die geposteten Texte der Vortage nichts, aber auch gar nichts, mit aktuell beschreibenswert scheinenden Dingen zu tun haben könnten.

Genau an dem Punkt aber wird es spannend. Wenn man sich selbst - dieser Gefahr entkommen wollend - dabei ertappt, in den nachgedachten Texten unsichtbare Linien zu suchen. Gedrängt vom eigenen Ehrgeiz, sich selbst zu überzeugen:  da müsse es doch eine innere Konsequenz des eigenen Denkens geben, man könne doch nicht gestern über Globalisierung nachdenken und heute über die Auswirkungen einer sich durch Lebensjahre bloggenden schreibwütigen Generation.

Plötzlich also steht die Frage im Raum, welcher rote Faden all dem Niedergeschriebenen inne liegt. Was haben Globalisierung und alltägliches Bloggen als Teil dieser neuen, weltweiten Bloggergesellschaft gemeinsam, dass die Beschäftigung mit beiden Themen zeitlich so nah liegt? Was verbindet die Themen: ihr gemeinsamer Hang zur Verflechtung? Der Zusammenschluss vor allem laustark sich Behauptender? Möglichst schräg. Die Rechtfertigung, Alltäglichkeit organisieren zu wollen - dort politisch und wirtschaftlich, hier schreibend - um sie so angeblich besser in den Griff zu bekommen: also Neuorganisation von Leben jenseits aller für Zusammenleben und Kommunikation bisher erprobter Konventionen, Begriffe, Regeln?

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Heute habe ich entdeckt: in einem Forum für junge Literatur können eigene Texte in Genre/Gattungs-Kategorien gepostet werden. Die Kategorie Dramatik > Tragödien beinhaltet tatsächlich jede Menge spannender Texte. Aber: es handelt sich um Prosatexte, die dramatisch enden. Was den Schreibenden selbst tragisch erscheint - manchmal auch nur wehmütig oder auf die eigene Tränendrüsen drückend, wird schon als Tragödie empfunden. Nicht einer dieser Texte jedoch ist im klassischen Sinne Dramatik oder gar eine Tragödie. Die Kriterien verschwimmen, die Genauigkeit verblasst. Es darf Schreiben können, wer Worte aneinanderfügt - manchmal erfreulich erfolgreich und ziemlich unkompliziert lesbar, oft aber erschreckend frei schwebend. Man reiht sich ein in die weltweit schreibende Gemeinschaft, um ja mitmischen zu können und zum globalisierten Kreis jener zu gehören, die den Anschluss nicht verpasst haben.

Ich ahne - egal wie, wo, womit - mich vor allem gegen jegliche Form der Globalisierung - nicht nur die politische, gesellschaftliche - im Leben zu wehren: vor allem gegen die Missachtung von Übereinkünften, die miteinander leben - also reden, handeln, tauschen, lesen, schreiben, treffen, zuhören, helfen usw. - erst ermöglicht, gegen Ignoranz allem Leisen und Schwachen gegenüber, gegen bloggerechtes, stakkatohaftes Leben: plattwalzend, zielorientiert und die Genauigkeit durch Banalität demütigend. Also auch gegen ein Schreiben, das das Festhalten von banal Alltäglichem nicht als wachen Blick auf leicht zu Übersehendes begreift, sondern als Möglichkeit zum Exhibitionismus eigener Existenz. Wohl wissend, wie schnell man selbst der Gefahr unterliegt.  

So gesehen, bin ich beruhigt: es gibt doch diesen einen Faden, der verbindet, was einem täglich durch den Kopf geht. So verschieden einem selbst die Themen mitunter erscheinen.

 

Was vom Tage übrig blieb …

Freitag, Mai 11th, 2007

Was für ein Tag … Ich lese in den Nachrichten etwas von einzurichtenden Sammellagern für G8-Gegner und von Büchern, deren Inhalte Grund sind für vorbeugende Razzien. Was für ein Land, noch immer. Wäre ein solcher Gedanke nicht absurd? Und wäre er nicht das Schlimmste, was diesem Land nach über 50 Jahren Demokratie passieren könnte?

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Saft abdrehen

Montag, April 30th, 2007

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In diesem Land verhungerte in diesen Tagen ein 20-jähriger, der zurückgezogen und mittellos mit seiner Mutter lebte. Wie man liest, stellten die Behörden offenbar - nachdem beide Hartz-4-Empfänger auf Schreiben nicht mehr reagierten -bereits vor Monaten sämtliche Unterstützungszahlungen ein. 

Welchen Sinn macht es - wie gestern an dieser Stelle - über die Isolation in virtuellen Welten zu wettern, wenn die Isolation in realen Welten noch immer bedrohlichere Ausmaße annimmt. Mag sein, dass Kommunikation, also auch die angemessene Reaktion auf behördliche Aufforderungen, Grundlage menschlicher Existenz ist. Aber ist diese Existenz weniger berechtigt, weil sich jemand dieser Kommunikation entzieht, zumal wohl nicht freiwillig, sondern in einem Zustand geschwächten, hilf- und ratlosen Dahinvegetierens. Und berechtigt allein das - wen auch immer - Leitungen zu kappen, die Stecker zu ziehen, Zahlungen einzustellen? Hat wirklich nur ein Recht auf Existenz, wer noch wahrgenommen wird? Oder ist es nicht umgedreht: verpflichtet nicht jegliche Existenz - egal wie laut, wie leise, wie asozial, wie gesittet, wie faul, wie destruktiv, wie genial, wie erfolgreich - uns Andere zur Wahrnehmung. Dazu also, auch auf leise Töne zu achten, nichts zu überhören und nichts zu übersehen. Darf wirklich nur der überleben, der auf sich aufmerksam macht?

 

Mobilität des Geistes

Sonntag, April 29th, 2007

Habe heute mit einem Freund über die Frage diskutiert, was überwiegen würde: die zunehmende Vereinzelung massenhafter Netz-User und deren Entfremdung realen Erlebnissen gegenüber - oder vielleicht doch die Chance, dass der damit verbundene Mangel an physischer Mobilität durch ein größere Mobilität des Geistes aufgewogen werden könnte. Kommunikation über das Netz erweitert ja auch die Möglichkeit der Wahrnehmung: es bleibt nicht nur beim passiven Hören oder Lesen über bisher Unbekanntes. Das im Netz Erlebte wird längst im selben Moment gelebt: der Webcam-Blick in die Wohnung des neuen Chatpartners ist real, die angeschauten Videos und runtergeladenen Songs amüsieren gleichzeitig und gemeinsam, die zu kommentieren Fotos und geposteten Texte lassen in jeder Sekunde teilhaben am Leben bisher fremder, hunderte Kilometer enfernt lebender User. Aus dem virtuell Gelebten werden - ohne dieses weltweite Netz vielleicht kaum machbare - Erfahrungen.

Was aber, wenn die tatsächliche Wirklichkeit - draußen vor den Fenstern und also dort, wo diese neuen Erfahrungen dann auch nutz- und brauchbar sein könnten - irgendwann nur noch auf ein Minimum reduziert ist, weil alle Welt sich längst dem virtuellen zweiten Leben zugewandt hat? Was bleibt, wenn das Wesen Mensch mutiert wäre zu einem Wesen mit stark ausgeprägten und auf das schnelle Anschlagen von Computertasten spezialisierten Fingern, aber einem - von erstarrten, kaum noch notwendigen Muskeln - ins Fratzenhafte verkümmerten Mund, der als Organ des Sprechens längst seine Funktion verloren haben wird? Wie lernen Nachfolgende Lesen (eine unabdingbare Voraussetzung, um chatten und mailen zu können) wenn die, die es ihnen durch vernehmbare Lautartikulierung beibringen könnten, im Taumel virtueller Welten längst das Sprechen verlernt haben werden? 

“Quoten” ?

Samstag, April 28th, 2007

Es ist kurz nach Mitternacht. Ich schau mir die Seitenclicks/Aufrufe der Webseiten an. Aber leider haben nur wenige heute den Weg auf die Seiten gefunden. Spielt Wetter bei Computerabrufen eine Rolle? Es war ein warmer Tag und ist immer noch ein warmer Abend - die Leute, draußen, haben wichtigeres zu tun, als Webseiten und Blogs zu studieren. Zum Glück …

wir sind nicht allein

Mittwoch, April 25th, 2007

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Gestern noch ging mir jene spöttelnde Warnung durch den Kopf (siehe Text am Tag vorher), sich angesichts eines nahen Endes, eines drohenden Untergangs, einer bevorstehenden Ablösung - nichts ahnend - in alltäglicher Gewissheit zu wiegen. Und einen Tag später scheint tatsächlich alles so weit: nichts bleibt mehr auf unsere eigene kleine Welt beschränkt, sollten wir wirklich nicht allein in den Weiten des Weltalls sein. 

Vor über 2000 Jahren schrieb Epikur, griechischer Philosoph: die Natur habe uns zur Gemeinschaft geschaffen. So war es nur eine Frage der Zeit, dass wir, frühmorgens, die Zeitung aufschlagen und lesen würden, was wir heute lesen: Es gibt sie doch - eine zweite Erde. Einen zweiten Planeten, 20 Lichtjahre entfernt zwar, aber auf dem Bedingungen herrschen, wie hier unten, bei uns. 

Passend zur Endzeitdiskussion über Klimawandel und bedrohlich zerstörte Existenzräume, gibt es also einen zweiten Weg. Und wie geht man damit um? Stört solch unerwartete Aussicht am Ende nur jene letzte Kraftanstrengung, die gerade - angesichts all der Schreckensszenarien über ein sich veränderndes Klima - in Gang gekommen ist und die immer ein nützlicher Nebeneffekt ausweglos scheinender Situationen ist: sich sammeln, gemeinsam vorankommen wollen? Nimmt diese freudige Nachricht, nun wäre ein Ausweichen - was ja wohl hieße: Flucht - ja auch noch möglich, den Wind aus den Segeln jenes Klippers, der gerade erst Fahrt aufgenommen hat, um die längst zerklüftete Küste unserer Welt vielleicht doch noch heil zu umrunden und nicht zwischen ölverklebten Vögeln, blutig geschlagenen Robben und ausgetrockneten Wattflächen stranden zu müssen? Besänftigt eine solch überraschende Nachricht also doch nur wieder jene, die sich auf diesem Klipper in lauteren und unlauteren Absichten versammelt haben, um seit ein paar Monaten die Flagge des Klimaschutzes vor sich herzuschwenken? Heißt es nun doch wieder: zurück an Land - alles halb so schlimm? Wird es uns hier unten auf der Erde zu trocken, zu stürmisch zu überflutet, zu stickig, kann die Karavane ja nun wenigstens weiter ziehen. Ab zum nächsten Planeten? Umsiedeln als brauchbare Alternative - nicht für heutige Menschen, die das kaum erleben werden - wohl aber für die Menschheit?

Trotzdem: die Ahnung, dass längst auch irgendwo anders möglich gewesen sei, was wir hier unten immer als unser alleiniges Recht gesehen haben: zu leben und sich eine Welt nutzbar zu machen, macht einen schon auf eine sanfte Weise glücklich. Vor allem wegen der stillen Hoffnung, jene fremden Wesen könnten schon immer alles besser gemacht haben, als wir hier unten. Dass sie sich ihre Welt nicht nur nutzbar gemacht, sondern sich mit ihr arrangiert haben könnten: respektvoll, wahrnehmend, rücksichtsvoll. 

Ein bisschen Schadenfreude mischt an diesem Tag nun schon mit - da habt ihr es: Besser geht es also doch!

 

Büchertag

Montag, April 23rd, 2007

Das war er also, der 23. April, der weltweite Tag des Buches. Ich aber habe nicht eine Seite gelesen, nicht ein einziges Buch gekauft, um damit meine Regale aufzufüllen. Ich habe keine einzige Zeile geschrieben, abgesehen von diesen wenigen hier an dieser Stelle, in diesem Moment. Und auch nicht ein einziger Satz aus einer Erzählung, einem Roman, einem Theaterstück, den ich vielleicht irgendwann einmal für behaltenswert gehalten hatte, drängte sich mir heute auf.

Stattdessen: bei einem Espresso im Bagels die Zeitung gelesen, später mit dem Hund zum Arzt und mit dem defekten Mountainbike zum Schlauchkauf. Zwischendurch ein Palak Panir beim Inder an der Ecke, mit der Krankenversicherung über anfallende Kosten und mit einem Freund über Lebensansichten gestritten … Der Welttag des Buches verlief also auf ganz unspektakuläre Weise in meiner eigenen, an diesem Montag ganz gut überschaubaren, Welt.

Und doch: am Ende werden sich aus diesem Tag wieder hunderte kleine Erinnerungssplitter in mein Gedächtnis eingegraben haben, dort - locker angedockt - jederzeit abrufbar, wenn - am Beginn einer neu zu schreibenden Geschichte - mal wieder ein beunruhigend weißes Blatt Papier vor mir liegt. So gesehen ist jener Welttag des Buches wohl dann am nützlichsten, wenn es Dinge zu erleben gibt, aus denen irgendwann, komprimiert, der Grundstock eines neuen Buches werden könnte.  Dann hat sich der Tag gelohnt.

Himmel über Potsdam

Freitag, April 20th, 2007

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Es ist soweit … ab sofort gibt es www.himmel-über-potsdam.de 

 

 

bedrückende Nähe

Donnerstag, April 19th, 2007

Ein merkwürdiges Gefühl, am Morgen eine große Berliner Zeitung aufzuschlagen und - auszugsweise - die Theatertexte jenes Amokläufers zu lesen. Er schrieb also auch. Und er schrieb auch mehr, als das heute noch zum alltäglichen Dasein zwingend notwendig wäre. Verwirrt, wie es schien, war er – in sich und mit allem um sich zerrissen, am Ende wohl nicht mehr er selbst. Heißt es. Aber wahrscheinlicher ist doch, dass er nie so sehr er selbst war, wie an jenem letzten Montagmorgen in Blacksburg. Was, wenn auch er nur aus Gründen geschrieben hat, die einen selbst täglich an den Rechner treiben:  sich in den eigenen Texten selbst zu finden. Sich selbst mit Worten zu ergründen. Das eigentlich Beklemmende ist zu erkennen, dass ausgerechnet das Schreiben einen mit diesem  Menschen verbunden hat. Schlimmer: dass Schreiben allein also nie heißen muss, am Ende besser dazustehen, als vorher. Vielleicht weiß man mehr, vielleicht wäre es manchmal aber auch  besser, Gras über Verschüttetes wachsen zu lassen. Nichts hervorquellen zu lassen, was einen im simpelsten Fall überraschen, im schlimmsten entgleiten könnte. Allein, dass man schreibt und reflektiert, was einen umgibt, heißt also wohl noch lange nicht, der Welt näher zu kommen. Es kann einen auch von dieser entrücken auf das größte mögliche Maß.

alles relativ

Mittwoch, April 18th, 2007

Es ist nach Mitternacht. Kann man zum Alltäglichen übergehen nach den Ereignissen in Blacksburg in der letzten Nacht? Wen würde es interessieren, würde man es nicht tun? Alles hat seinen Bezug …

Relativitätstheorie

Herbstblatt fällt

und klemmt dem Käfer

Beine ein

Was uns selbst nicht betrifft, kann für andere eine Welt zum Einsturz bringen - egal, ob wir darüber nachdenken, davon betroffen sind - auch über die Nachrichtenkanal-kompatible Zeitachse von 24 Stunden hinaus - oder nicht.

Ok, Käfer sind schon irgendwie eine andere Welt, aber irgendwie haben sie auch bekannte Probleme … (sry, aber lese gerade Korrektur von solch kurzen Texten, die sich an asiatischen Haikus orientieren und die ich Ende des letzten Jahres geschrieben habe. Sollen im Herbst herauskommen … )

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Wenn es also so ist, dass ein Herbstblatt, das mir nichts anhaben kann, einem anderen Wesen Schaden antut, dann wären die Zweifel wenigstens angebracht, ob man nach der Blacksburg-Nacht zum Alltäglichen übergehen sollte oder nicht … Mit diesem Gedanken könnte ich dann doch einigermaßen gut schlafen … 

Hier bei uns in Blacksburg

Montag, April 16th, 2007

Was für ein Dilemma in dieser Welt: während man sich selbst eben noch den Kopf zerbricht über Sinn und Unsinn eines schnöden Buchcover-Entwurfs, stirbt einige Flugstunden entfernt - im amerikanischen Blacksburg - ein Mensch nach dem anderen … Heute ist Montag, der 16. April 2007, ein lauer Frühsommer-Abend in Potsdam, 20 Grad. Draußen, vor den Fenstern, in den Kneipen der Straße, lärmen die, die sich amüsieren wollen.

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Hier drinnen und je öfter ich den Browser meines Rechners auf aktualisieren schalte, werden in jenem Blacksburg offensichtlich immer neue Leichen geborgen. Vor vier Stunden waren es 22, jetzt sind es 33 tote Studenten.

Wie viele werden es morgen früh sein - nach dem Aufstehen? Oder was wird dann auf dieser Welt Schlimmeres geschehen sein? Man will nicht hinausschauen in diese Welt. Aber: Warum sollte man dann hier sitzen und noch schreiben? Die ewige Frage: Was würde Schreiben noch für Sinn machen, ohne diese Welt?

Wer bloggt, vertraut.

Montag, April 16th, 2007

Bloggen scheint zu sein wie Schreiben: es gibt Zeiten, in denen man sich nichts und niemandem anvertrauen will. Erst recht nicht einem solch offenen Weg, wie er sich über einen :blog herstellt … Deswegen fast zwei Wochen Pause …

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Außerdem: ich bin mit den Entwürfen für MARLEEN immer noch nicht wirklich zufrieden. Auch nach einem zweiten Entwurf nicht. Was macht man? Man bestellt sich die entsprechende Layout-SW und macht sich selbst an die Arbeit …

Buchmacher …

Mittwoch, März 28th, 2007

Die Texte für Marleen sind fertig. habe die ursprünglich geplanten Verse und Gedichte herausgenommen. Die Konzentration auf die fünf verbleibenden Erzählungen offenbart: es geht in allen dieser Texte um Verlassen, Abreisen, Ankommen, die Sehnsucht, an einem anderen Ort zu leben, als gewohnt … Schreiben kann also doch Neues offenbaren - mehr, als man vorher ahnte … Und dann, längst befürchtet, bricht Wirklichkeit ein: Die mühsame Arbeit der Endkorrekturen beginnt. Diese katastrophalen Rechtschreibregeln nerven mich. So sehr, wie in diesen Tagen, werde ich mich wohl nie wieder damit beschäftigen …  Wenn es geschafft ist, werden die Texte gesetzt. In zwei Wochen ist Mein Sommer mit Marleen tatsächlich ein Buch.

 

Marleen

Donnerstag, März 22nd, 2007

marleen-cover-shot.jpg Der erste Entwurf für den Schutzumschlag Mein Sommer mit Marleen. Der Stil aller folgenden Bücher ist vorgegeben. Jetzt weiß man, in welche Richtung es gehen wird. (Gestaltung Schutzumschlag: Markus Natusch)

Leben im freien Fall

Freitag, Februar 16th, 2007

Wieder Nachrichten gelesen, Australien. Wie mag das sein, 10.000 Meter an einem Gleitschirm in die Höhe gerissen zu werden, fast eine Stunde lang Sturm und Hagelkörnern ausgesetzt zu sein, umhergewirbelt zu werden und dann, binnen Minuten, in die Tiefe gezogen zu werden? So, wie vor ein paar Tagen einer Paragleiterin in Australien geschehen und heute vermeldet. Eine Stunde lang zwischen Himmel und Hölle, zwischen Erde und Weltall gefangen sein, zum Spielball der Kräfte verdammt? Ist das ein Glücksmoment? Ist Glück immer das, was andere nie empfinden können? Koste es auch den eigenen Tod?

sich verkaufen

Donnerstag, Februar 15th, 2007

Die unvermeidliche Diskussion beginnt; was verkauft man - sich selbst, das Projekt, das Thema? Geht es überhaupt um Verkaufen oder vorallem darum, sich endlich die Seele heraus zu schreiben, um andere teilhaben zu lassen und dann also darum, für diesen Vorgang der Entblößung die passende, möglichst effektive Form zu finden? Es wird Ernst. So müssen sich alpine Downhiller in jenem Moment fühlen, in dem sie aus dem sturmgeschützen Verschlag hinaustreten und der Wind sie unweigerlich ins Tal ziehen wird. Immer in der Hoffnung, heil anzukommen…

Es geht los!

Mittwoch, Februar 14th, 2007

Wir habe die Domain bestellt und mit dem Bauen der Webseite begonnen. Es wird dauern, zwei, vielleicht drei Wochen. Parallel beginnen wir mit den Arbeiten an der Drucklegung der Bücher.