Archive for the ‘himmel über potsdam’ Category
Alles wird anders
Mittwoch, März 12th, 2008Zukünftig wird es in diesem Blog vor allem um die alltägliche Wahrnehmung und Auseinandersetzung von und mit bedenkenswerten Nachrichten, Ereignissen und Ansichten gehen. Spannende, lesens- und empfehlenswerte Bücher werden dagegen in Lesbare Bücher besprochen. Für Schreib - und Leseproben wird es neben probelesen.info einen neuen Weblog geben, der im Moment allerdings noch in der Vorbereitung ist. Und (fast) alles über Potsdam kann man immer noch auf Himmel über Potsdam lesen …
Mondfinsternis … oder bloß Finsternis?
Donnerstag, Februar 21st, 2008Geduldet unter diesem Mond? mehr
Der Absturz … X+7
Mittwoch, Februar 20th, 2008Nun soll es also bereits in dieser Nacht geschehen: Der trudelnde Satellit soll abgeschossen werden, um kontrolliert zu verglühen. Und wenn es misslingt? Bleibt noch ein zweiter Versuch, ein dritter, ein vierter? Oder heißt es dann: hoffen, dass es andere trifft und dieses Monster von Technik anderen auf den Kopf fällt?
Auch wenn die Wahrscheinlichkeit gegen Null geht, sich beim Absturz des Metallkolosses tatsächlich zur falschen Zeit am falschen Ort zu befinden, wäre jetzt noch die Zeit, das Wichtigste zu erledigen. Was aber wäre das in solch einem letzten Moment, den man glaubt nachempfinden zu können aus unzähligen Katastrophenfilmen, die jene Weltuntergangsstimmung - oft schlecht genug - immer wieder verbreiteten? Was, wenn es irgendwann tatsächlich so phantasiereich oder ähnlich passieren würde?
Würde man dann doch noch einen letzten Versuch wagen und ein Ticket nach Kanada buchen, um die dort seit der Trennung lebende Ex-Freundin zu treffen? Einen letzten Versuch also unternehmen, um Ungeklärtes zu bereinigen, um klarzustellen, dass man doch immer gehofft hatte, alles würde noch einmal von vorne beginnen können? Würden uns in einem solchen letzten Moment - in der Gewissheit, nur noch wenige Tage zu bleiben - alle nur erdenklichen Versprechen leichtfertig, weil danach doch nicht mehr nachprüfbar, über die Lippen gehen: vom Verlangen nach Harmonie und Zweisamkeit und Toleranz und Verständnis? Würden wir alles daran setzen, um in Harmonie diese Welt zu verlassen? Oder würden wir erbittert bis zur letzten Sekunde aussprechen, was wir jahrlang sowieso nur in uns hineingefressen hatten - immer auf den letzten, großen Tag der Abrechnung hoffend, der ja nun - so es uns treffen würde - gekommen zu sein scheint?
Wofür mag man sich denn nun in einem solchen - angenommenen - letzten Moment entscheiden: für Ausgleich oder Konfrontation, für Rechthaberei oder Nachsicht, für Abrechnung oder für Vergebung? Und wie würde sich bei allem die ehemalige Freundin, Frau, Geliebte verhalten … ? Egal, was man sich vornimmt, es blieben also selbst in jenem letzten Moment jede Menge Unwägbarkeiten, von uns nicht bestimmbar.
Soll es also laufen, wie es läuft, soll also kommen, was kommt … X+7 bleiben, sofern der Abschuss in dieser Nacht misslingt.
Der Absturz … X+8
Dienstag, Februar 19th, 2008Er scheint unvermeidbar: jener amerikanische Satellit, den es unweigerlich zurück zu uns auf die Erde zieht, außer Kontrolle geraten und uns selbst demütigend in der Ohnmächtigkeit, die Geister, die wir (die sie, um genau zu sein …) beschworen, nicht mehr los zu werden. Was wird passieren, wenn in ein paar Tagen 2.500 kg verseuchtes Metall irgendwo auf dieser Erde aufschlagen, weil letzte Rettungsversuche, den trudelnden Satelliten mit einer Rakete von Bord eines Kriegsschiffes aus abzuschießen, fehlschlagen würden?
Ich lese vor ein paar Minuten, jener unheilvolle Koloss überquert täglich die Schweiz. Wer aber kann das noch wissen, wo doch alles außer Kontrolle geraten ist? Und wer kann mit Bestimmheit ausschließen, dass er nicht auch den einen oder anderen Schlenker Richtung Berlin trudelt? Wen wird es treffen? In wessen Vorgarten werden, wenn es passiert sein wird, vollschutzummantelte Gestalten mit der Dekontaminierung beginnen, weil die größte Gefahr von hochgiftigem Treibstoff ausgeht?
Und wie lebt es sich die verbleibenden Tage mit der Ahnung, zum falschen Zeitpunkt am falschen Ort gewesen sein zu können, wenn das Monster irgendwann zu Boden gekracht sein wird. Was wird in den verbleibenden Tagen wichtig? X+8, acht Tage sollen noch bleiben, um die Gefahr zu bannen. Acht Tage, um Klarheit zu schaffen - die da draußen und ich hier bei mir … Koyannisquatsi.
Vergänglichkeit
Samstag, Juni 16th, 2007Meistens sind es ja die vermeintlich unscheinbaren Ereignisse, die uns verschreckt innehalten lassen. Weil wir plötzlich mehr in ihnen entdecken, als zu vermuten war - manchmal wohl auch mehr, als gut ist. Mehr jedenfalls über die Puhdys, Roger Chapman und die Vergänglichkeit von 29 Jahren gibt es seit ein paar Minuten auf Himmel über Potsdam
Relativitätstheorie & Mäuse
Dienstag, Juni 12th, 2007Jahrelang dümpeln Texte vor sich hin - auf diesen kleinen, längst veralteten Disketten, auf diversen Festplatten diverser Rechner. Manchmal hat der eine oder andere dieser Texte es schon geschafft, sich auf Papier auszubreiten: ausgedruckt, um kurz danach irgendwo - vergilbt - zu enden. Ein Wort wie ein Name: kurze Texte, in der Tradition klassischer Haikus, meist gleichsilbrig 5 – 7 – 5. Was nicht immer, ich gestehe, gelingt. Aber auch mit weniger Silben lassen sich Worte zum Klingen bringen. Denn nicht immer lässt sich, was man aufschreiben will, wirklich in eine Form zwingen. Davon also heute eine weitere Leseprobe, wie schon in den letzten Wochen geschehen. Geplant ist im Dezember übrigens ein Band mit Fotos und Dutzenden solcher kurzen Texte. Mehr gibts dann auch wieder rechtzeitig auf ProbeLesen.info
LIEBESKUMMER
der tropfen fällt
und bricht so wolkenherz
für regen
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RELATIVITÄTSTHEORIE
herbstblatt fällt
und klemmt dem käfer
beine ein
ZU FRÜH GEFREUT
der käse will im
bauch der maus entfliehen
da schlägt die falle zu
Mehr zum Thema Albert Einstein und Potsdam gibt es übrigens auf www.himmel-über-Potsdam.de
Hinweis
Samstag, Juni 9th, 2007So, irgendjemand muss ja mal drauf hinweisen, um das Ranking zu heben
www.himmel-über-potsdam.de

