Archive for the ‘Texte’ Category

Schreiben als ewiger Versuch

Mittwoch, März 12th, 2008

Dieser Weblog hat ein neues Thema, wie seit heute zu lesen ist: Zwischen jenem, was sich in unseren Köpfen abspielt und dem, was wir davon begreifen, liegen Welten. Schreiben ist der ewige Versuch, diesen Abstand zu verringern.  

bleib geh hoff

Mittwoch, März 5th, 2008

mehr 

wie du dich fühlst nimm hin
wie sehr du vermisst verzicht
wie oft du weinst wein 

wen immer du liebst lieb
wen immer du brauchst brauch
wen immer du hasst hass niemals mehr

was gewesen ist vergiß
was ist lass geschehen
was sein soll lass sein

nie war schlimm auch schlimm genug
nie war gut auch gut genug
nie muss sein was niemals war 

wo du gehst gibt es keinen Weg
wo du wiederkehrst bleibt keine spur
wo du warst fragt keiner nach dem Sinn

bleib wo du bist
geh wohin du willst
hoff was keiner hofft

spuren.jpg


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Relativitätstheorie & Mäuse

Dienstag, Juni 12th, 2007

Jahrelang dümpeln Texte vor sich hin - auf diesen kleinen, längst veralteten Disketten, auf diversen Festplatten diverser Rechner. Manchmal hat der eine oder andere dieser Texte es schon geschafft, sich auf Papier auszubreiten: ausgedruckt, um kurz danach irgendwo - vergilbt - zu enden. Ein Wort wie ein Name: kurze Texte, in der Tradition klassischer Haikus, meist gleichsilbrig 5 – 7 – 5. Was nicht immer, ich gestehe, gelingt. Aber auch mit weniger Silben lassen sich Worte zum Klingen bringen.  Denn nicht immer lässt sich, was man aufschreiben will, wirklich in eine Form zwingen. Davon also heute eine weitere Leseprobe, wie schon in den letzten Wochen geschehen. Geplant ist im Dezember übrigens ein Band mit Fotos und Dutzenden solcher kurzen Texte. Mehr gibts dann auch wieder rechtzeitig auf ProbeLesen.info

LIEBESKUMMER

der tropfen fällt

und bricht so wolkenherz

für regen

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RELATIVITÄTSTHEORIE

herbstblatt fällt

und klemmt dem käfer

beine ein

herbstblatt.JPG

ZU FRÜH GEFREUT

der käse will im

bauch der maus entfliehen

da schlägt die falle zu

Mehr zum Thema Albert Einstein und Potsdam gibt es übrigens auf www.himmel-über-Potsdam.de 

 

Geliftet: Himmel über Potsdam

Samstag, Juni 9th, 2007

Den Blog Himmel über Potsdam gibts ab jetzt in neuer Verpackung … - Und hier noch mal alle Blogs und Webseiten von mir auf einen Blick:

Zimmer der Tränen

Samstag, Mai 26th, 2007

jesus-rot.jpg 

 

(…)

So glaubten wir, wovon man sprach.

Von Kanzeln, Podien und von Türmen.

Und waren doch – so ahnungslos – ein Nichts.

Wir hatten nicht gehofft, Jahrhunderte auch nie gewagt

zu fordern, was uns Anspruch wäre:

dass unser Dasein Wahres braucht.

Dass Leben nur zu prophezeien

uns nie für wahres Leben reichen wird.

Und, was uns blieb am Ende allen Glaubens,

war nur ein Traum – doch alles wert:

dass nur der Mensch dem andren Mensch,

der Freund dem Freund, der Mann der Frau,

der Sohn dem Vater, noch verpflichtet sei.

Dass frei von allem Glauben, aller Macht,

nur zählt, was in uns steckt.

Und Harmonie in allen Dingen

doch nur dem Ende allen Lebens gleicht.

Nicht Untertan! Nicht stumm!

Nicht ohne Widerspruch!

Und niemand sich verkauft der Macht,

des eigenen Friedens willen. (…)

aus: Zimmer der Tränen (Theaterstück) >mehr

 

rechtfertigung

Dienstag, Mai 22nd, 2007

seh dich hör dich kenn dich mag dich

will dich

riech dich spür dich lieb dich streichle dich

drück dich küss dich beiss dich

brauch dich such dich find dich

nicht

vermiss dich

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Das tägliche Leben des Herrn Grabowski …

Dienstag, Mai 8th, 2007

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Herr Grabowski hat es nicht leicht im Leben, aber dabei wenigstens jede Menge Spaß. Täglich hier

Leseprobe

Sonntag, Mai 6th, 2007

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So etwa muss es gewesen sein. So habe ich es mir gedacht, wenn es nicht in ihren Briefen stand. Denn auch die habe ich - Svenke, Tucher, Briefträger - ausnahmslos alle gelesen. Heimlich versteckt, immer mit der Mühe, so gut es ging, sie erneut zu verschließen und Marleen in die Hand zu drücken. Unschuldig lächelnd. Nur so war Marleen mir einen Sommer lang vertraut.

Ich weiß ich hätte es nicht tun sollen. Ich hätte Marleen so nie betrügen dürfen. Aber wie sonst hätte ich sie je kennen gelernt. Wie sonst hätte ich sie geliebt. Wie hätte ich sie schützen, um sie trauern und um sie bangen können. Wie hätte ich je von ihr geträumt, von dieser wundersamen Frau Marleen.

aus: “Mein Sommer mit Marleen”   >mehr

Ignoranz

Dienstag, April 24th, 2007

sonnenuntergang.JPG 

ignoranz

untergang

aber die sonne strahlt

nichts ahnend

alles relativ

Mittwoch, April 18th, 2007

Es ist nach Mitternacht. Kann man zum Alltäglichen übergehen nach den Ereignissen in Blacksburg in der letzten Nacht? Wen würde es interessieren, würde man es nicht tun? Alles hat seinen Bezug …

Relativitätstheorie

Herbstblatt fällt

und klemmt dem Käfer

Beine ein

Was uns selbst nicht betrifft, kann für andere eine Welt zum Einsturz bringen - egal, ob wir darüber nachdenken, davon betroffen sind - auch über die Nachrichtenkanal-kompatible Zeitachse von 24 Stunden hinaus - oder nicht.

Ok, Käfer sind schon irgendwie eine andere Welt, aber irgendwie haben sie auch bekannte Probleme … (sry, aber lese gerade Korrektur von solch kurzen Texten, die sich an asiatischen Haikus orientieren und die ich Ende des letzten Jahres geschrieben habe. Sollen im Herbst herauskommen … )

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Wenn es also so ist, dass ein Herbstblatt, das mir nichts anhaben kann, einem anderen Wesen Schaden antut, dann wären die Zweifel wenigstens angebracht, ob man nach der Blacksburg-Nacht zum Alltäglichen übergehen sollte oder nicht … Mit diesem Gedanken könnte ich dann doch einigermaßen gut schlafen … 

Das ewige Spiel

Freitag, März 30th, 2007

In unregelmäßigen Abständen gibt es in der Kategorie Texte von mir Verse, Textauszüge oder Vorab-Leseproben … 

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Eine kurze Romanze

Da bat der Stein den Regen:

Komm lass dich bei mir nieder!

Ja! sprach der Tropfen und schlug auf.

Die Sonne später brannte weg, was von ihm blieb.

Der Stein lag da und schwieg.