Hetzjagd
Mittwoch, März 10th, 2010Weiter. Weiter. Nichts als nächster Ort.
Und nächste Zeit. Selbst nächstes Leben.
Schreibend: Glück. Im Worte finden: Sehnsucht.
Weiter. Weiter. Nichts als nächster Ort.
Und nächste Zeit. Selbst nächstes Leben.
Schreibend: Glück. Im Worte finden: Sehnsucht.
da wird man wieder einmal der eigenen verklärung überführt: seit 1964 gab es angeblich, wie zeitungen heute melden, keinen längeren zeitraum, in denen die Sonne über potsdam es nicht geschafft hatte, durch die wolken zu brechen …
in den vergangenen 11 tagen lebten wir also ohne einen strahl grellen lichtes, ohne ein fleckchen blauen himmel über uns … ganze elf tage halten wir dies gerade einmal aus - und damit doch länger, als je in den vergangenen 46 jahren. dabei hätten wir schwören können, solche art lichtlose tristesse hat unser ganzes leben begleitet und wäre hier, mitten in europa, doch tag und täglich das normalste. und doch: nichts von alledem ist wahr. keine sonnenlosen winter, keine wolkenverhangenen sommermonate, statt dessen: in unserem leben war - jedenfalls wenn wir nicht älter als 46 sind - immer mehr sonne, als wir beklagt haben. oder gerne beklagt hätten …
jedenfalls sofern wir nicht älter als 46 sind …
Park Sanssouci, Potsdam (Foto: Dietmar Haiduk)
Soeben war auf einem Berlin-Brandenburgischen Sender - so, oder so ähnlich - zu hören: Der Reiz des Lebens würde doch vor allem darin bestehen zu ersehnen, was man nicht hat … Eine schon fast mitleidige Anmod zum Thema Frühling. Ja, kann man denn sich alles im Leben zurechtreden? Dabei ist es doch einfach nur saukalt an diesem Frühlingsanfang 2008. Basta. Nichts mit Sehnsucht. Eines der bedeutendsten Gefühle ist längst erstarrt vor Kälte …